jä. STROMBERG "Hochedle Bürgerinnen und Bürger von Stromberg und Gäste, macht die Gassen frei." So kündigte Herold Chnutz vom Hopfen pünktlich um 3 Uhr das Nahen des Festzuges an. Von der Rathauswiese aus setzte sich der bunte Zug der Spielleute, Marktbeschicker, Ritter und edlen Frauen in Bewegung, an der Spitze die Kolpingkapelle.
Im mittelalterlichen Kostüm präsentierte sich die Stromberger Jugend, angefangen bei den Kleinen von "Michels Nagerbande" bis zu den siebten Klassen der IGS. Spielleute und mittelalterlich gewandete Tänzerinnen und Tänzer von der Tanzgruppe Faux Pas aus dem Kreisgebiet und die hessischen Fahnenschwinger sorgten für Bewegung im Zug. Farbenprächtige Anblicke boten die Mitglieder der Theatergruppe des Volksbildungswerkes, der Rittergilde Stromberg und der Soonwälder Ritter, die sogar einen in Ketten geschlagenen armen Sünder mit sich führten, der schon vor dem Marktgericht zitterte.
18 Gruppen und Einzeldarsteller umfasste der Festzug, der sich etwa eine Dreiviertelstunde von der Rathauswiese über die Staatsstraße am Marktplatz vorbei bis zur Alten Schule und zurück zum Gerbereiplatz zog. In der Ortsmitte säumten hunderte von Zuschauern die Straßen. Zu den Gastgruppen gehörten die Bürgerwehr Braubach, die Kronberger Rittergarde, die Fördergemeinschaft Pfaffen-Schwabenheim, der Hanse-Orden St. Goar, die Stadtkapelle Bad Sobernheim sowie die Gruppen Dopo Domani und die Schwertkämpfer "Einherijer".